Beten, stundenweise, Gott suchen

Letztens in der Bibel gelesen, Mk 14,32-42: Jesus ist mit seinen Jüngern nach dem Pessach-Mahl aus der Stadt raus gegangen, in den Garten Gethsemane unterhalb des Ölbergs. Möglicherweise hatten sie dort wie viele andere Festbesucher ihr Übernachtungslager aufgeschlagen. Sie haben gut gegessen und sind dementsprechend träge. Aber für Jesus brechen die schwersten Stunden seines Lebens an. Er bittet seine drei engsten Freunde, Petrus, Johannes und Jakobus, mit ihm zu wachen. Sie suchen sich im nächtlichen Garten einen stillen Ort. Jesus geht ein paar Schritte weiter und sucht Trost und Frieden im Gebet. Doch die Freunde übermannt die Müdigkeit – was angesichts der Nachtzeit und des vollen Bauches nicht verwunderlich ist. Da weckt Jesus Petrus auf. Und nun kommt der Satz, der mich bewegt: „Vermochtest du nicht, eine Stunde zu wachen?“ Und weiter erklärt und ermutigt Jesus: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“ (Mk 14,38) Die Freunde von Jesus können es tatsächlich nicht. Sie sind in den folgenden Ereignissen als Jesus verhaftet wird völlig überfordert. Doch Jesus selbst scheint verändert. In V. 33 zittert er noch vor Angst. Doch als die Wachen ihn mitnehmen ist er schlagfertig und souverän. Jesus hat in den Stunden der Gegenwart seines Vaters im Gebet Ruhe und Kraft gesammelt.

Lasst uns nicht aufhören, nach Gott zu suchen. Besonders in dieser herausfordernden Zeit wird deutlich, dass alleine die Beziehung zu Gott ein sicherer Halt sein kann. Deshalb werden wir die 24-7 Tabelle weiter fortführen. Auch die Möglichkeit, dass du einen Impuls in die Community gibst, der dann an dieser Stelle erscheint. Trage dich dazu in der ersten Zeile an einem Tag ein.
Hier ist der Link zur Tabelle: bit.ly/cvjm-community.de.

Euer Chris

Kompass in ungewissen Zeiten

Es sind beklemmende Zeiten.
Für mich ist es keine Frage, dass die getroffenen Maßnahmen in unserem Land not-wendig sind. Doch sie schmerzen, sie verändern unsere Art, Gemeinde leben zu können, sehr.

Es sind große Fragen: Wie geht es weiter? Wie lange? Wie geht es den Einzelnen mit dieser Situation?

Oder auch direkt gefragt: Wie geht es Ihnen?

Auch mich beschäftigen diese Fragen, die immer neuen, wenig ermutigenden Nachrichten sehr.
Auch ich habe keine besonderen, direkten Eingebungen „von oben“, kenne die Antworten nicht.
Auch ich habe manchmal Angst.

Zwei Worte begleiten mich in diesen Tagen besonders.

„Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1,7)

„Mut ist Angst, die gebetet hat. (Corrie ten Boom. KZ-Überlebende)

Diese Worte sind nicht wie ein GPS, das alle Entscheidungen klar macht. Doch sie sind wie ein Kompass, damit wir als Christen, als Gemeinde einen guten Weg finden können.

Aufeinander achten, Kontakt halten, einander helfen. auf Gott hören und nicht zuletzt im Gebet miteinander, mit Gott verbunden bleiben, das kann den Unterschied machen in der Zeit, die vor uns liegt.

Jesus Christus, er ist es, der den Unterschied macht, gerade in Zeiten der Krise.

Pfr. Karl-Hermann Gruhler

Jungschar-Challenge #1

Heyhey, hier kommt unsere erste Video-Challenge. Wir haben dieses Video letzte Woche aufgenommen, als die Beschränkungen noch nicht ganz so krass waren. Jetzt sollten ja keine drei Leute mehr auf dem Bild zu sehen sein. Nehmt es als Gruß aus der glorreichen Vergangenheit 😉

Eine Anleitung zum Katapult Bauen findet ihr hier auf Youtube. Fotografiert euer Katapult und schickt es mit eurem Namen per WhatsApp an +49 174 6909329 (Das ist unsere „Kirche-in-Laichingen-Nummer“). Das Gewinnerbild posten wir dann wieder hier auf dem Blog.

Kirche und CVJM in Corona-Zeiten

Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen Zustand, den vor wenigen Wochen niemand in der Form möglich gehalten hätte. Wir leben in einem freiheitlichen Staat ohne jegliche diktatorische Ambitionen, und doch ist jegliche öffentliche Zusammenkunft verboten.
Wir haben größtmögliche Religionsfreiheit und dennoch ist der
Sonntagsgottesdienst nicht mehr erlaubt. Wir sind die meiste Zeit zu Hause, wenn wir aber doch zwecks Versorgung oder Arbeitsstelle unterwegs sein müssen, erleben wir eine distanzierte Verunsicherung. Alles verursacht durch einen unsichtbaren Feind, den Corona-Virus.

Wir erleben gerade die sonderbarste Passionszeit seit Jahrzehnten. Wer sich kein Fasten auferlegt hat, der muss nun Freiheit, Selbstbestimmung und soziale Kontakte fasten.

Wo finden wir Gott in all dem?

Wir können nicht sagen, wer an dieser Misere Schuld ist und was Gottes Verantwortung darin ist. Wir wissen nur, dass Gott mitten drin mit uns ist. Und wenn wir wegschauen von unseren menschlichen Begrenzungen, Sorgen und Zukunftsängsten hin zu Gott, dem Schöpfer und Erhalter unserer Welt, dürfen wir voller Hoffnung sein. Denn vielleicht möchte Gott uns in dieser Passionszeit zurückführen zum Wesentlichen des Seins, das allein in der Beziehung zu ihm zu finden ist.

In diesem gemeinsamen Blog von CVJM und evangelischer Kirchengemeinde Laichingen möchten wir hauptamtlich Engagierten in der Gemeinde zusammen mit euch Kirche in Corona-Zeiten leben und immer wieder Gedanken, Bilder, Videos und Impulse für die verschiedenen Alters- und Zielgruppen unserer Gemeinde veröffentlichen. Wir freuen uns über Interaktion in den Kommentaren, über Emails, Anrufe und WhatsApps.

Chris, für den CVJM